BUCHEMPFEHLUNG:

"MÄNNER –
Die ganze
Wahrheit"

 

Für mehr Infos klicken
Sie bitte hier ...

 

 

 

Kontaktformular Fragen und Antworten Wegbeschreibung

 

 

(Fast) jeder Mann fängt mal "bi" an!

Bei der Durchforstung schwuler Kontaktforen wie www.gayromeo.de oder www.gaydar.co.uk auf sexualmedizinisch interessante Details ist mir aufgefallen, dass vor allem ganz junge Männer ihre sexuelle Orientierung als "bi" angeben. Die älteren, das sind so die Männer ab 25 oder 30, stehen schon zu ihrer Homosexualität, die "Bisexuellen" unter ihnen sind deutlich seltener geworden.
So eine Beobachtung hat natürlich ihren Hintergrund. Ich habe mir darüber Gedanken gemacht.

Ein bisschen "Bi" schadet nie!
Bis ein junger Mann die eigene Homosexualität eingestehen kann dauert es oft sehr lange. Es bedarf einer gewissen Reife, den Tatsachen ehrlich gegenüber zu treten, Selbstbetrug (Freud: paranoider Mechanismus) ist ein weit verbreitetes Phaenomen, nicht nur im Bezug auf die sexuelle Orientierung. Weil "Nicht sein kann, was nicht sein darf!"

Bild: so sieht das typische Profil eines sehr jungen Mannes aus. Man kann erwarten, dass er schon in wenigen Jahren das "bisexuell" durch "gay" ersetzen wird.


Die Sexualmedizin spricht von der Ebene der Selbstdefinition, die es zu erreichen gilt. Wie wir wissen, kommen bei weitem nicht alle schwulen Männern dorthin. Ich erlebe Männer in meiner Praxis, die zeitlebens ausschliesslich Sex mit Männern hatten, sich aber dennoch als heterosexuell bezeichnen.

Die Ebene der Selbstdefinition ist in Bezug auf die Diagnose einer sexuellen Orientierung sehr unzuverlässig. Auf die blosse Frage, welcher sexuellen Orientierung mann denn angehöre, bekommt man alle möglichen Antworten, nur nicht die Wahrheit. "Fragen" sind so gesehen als Feature für wissenschaftliche Untersuchungen ungeeignet.

Die Ebene der Selbstdefinition bedeutet das Erkennen der eigenen gelebten Realität. Auf das Erkennen folgt das Sich-Eingestehen. Das ist noch einmal ein großer Schritt, der häufig niemals gesetzt wird. Obwohl er für das eigene Glück von größter Wichtigkeit wäre.

Nur wenn man seine eigenen Praeferenzen erkennt, kann man ihnen nachkommen. Der Schlüssel zum Glück ist nicht die Selbstlüge, sondern die Selbstakzeptanz. Wie sollen einen denn die anderen Menschen akzeptieren, wenn man sich selbst verleugnet.

Offenbar ist es leichter, sich als "bi" zu bezeichnen als als schwul. "Bi" zu sein ist chic, schwul zu sein gilt als pervers. Diese landläufige Meinung ist der Background für die vielen bisexuellen Männer in der Zeit der ungefestigten Jugend. Mann lässt sich noch ein Türchen offen, in die eine oder andere Richtung ...und chic ist es auch, ein bisschen "bi" zu sein.

Der Haken daran ist, Bisexualität beschreibt keine sexuelle Orientierung, sondern eine sexuelle Praktik.

Bisexualität ist beschreibt keine sexuelle Orientierung
"Die sexuelle Orientierung beschreibt eine Ausrichtung auf das bevorzugte Geschlecht. Sie spielt sich in Tagträumen und sexuellen Phantasien ab!"

Konkret heisst das, dass ein schwuler Mann "schwul" bleibt, auch wenn er mit Frauen schläft. Die sexuelle Praktik ändert nicht die sexuelle Orientierung.

Als Extrembeispiel können schwule Männer gelten, die zeitlebens ausschliesslich mit Frauen schlafen, dennoch sind und bleiben sie homosexuell, denn sie schlafen zwar mit Frauen, fühlen sich aber von Männern sexuell angezogen.

Wir unterscheiden also die sexuelle Orientierung, die die wahre, aber oft gar nicht gelebte sexuelle Praeferenz beschreibt und die sexuelle Praktik, die sich mit der Orientierung nicht decken muss. Wenn man bedenkt, dass in Österreich etwa 60% der schwulen Männer in heterosexuellen Beziehungen leben, kann man erkennen, dass die Ebene der sexuellen Praktik nicht geeignet ist, über die sexuelle Orientierung zu urteilen.

Ein Mann, der mit Männern schläft, muss nicht schwul sein, er tut dies vielleicht in Ermangelung von Frauen? Zum Beispiel auf hoher See oder in Gefängnissen...?

Ein Mann, der mit Frauen schläft, muss nicht straight sein, er tut dies vielleicht aus gesellschaftlichen Günden, aus Sehnsucht nach Kindern und Familie oder auch nur aus Tarnung seiner Homosexualität.

Bisexualität ist keine sexuelle Orientierung, sondern eine sexuelle Praktik. Das hat häufig nichts miteinander zu tun....!

Das homoheterosexuelle Kontinuum
Nehmen Sie einen DIN-A4-Zettel und zeichnen Sie eine waagrechte Linie über die gesamte Breite. Am linken Ende schreiben sie "Frau" am rechten Ende "Mann". Und nun zeichnen Sie auf dieser Linie ein, wo Sie selbst ihr Begehren nach Mann oder Frau einordnen würden....Wem stehen Sie näher, der Frau, oder dem Mann?

Frau/--------------------------------------------o-----------/Mann

Die oben gezeichnete Linie ist eine graphisch dargestellte Homosexualität, weil die eingezeichnete sexuelle Orientierung eindeutig männerlastig ist.

Ganz selten passiert es, dass ein Mann behauptet, er hätte mit beiden Geschlechtern denselben Spass im Bett, ein solcher Mann wird in der Sexualmedizin als "ambiusexuell" bezeichnet. Die Kurve würde dann so aussehen:

Frau/----------------------------o--------------------------/Mann

Ganz nebenbei sei bemerkt, dass solche Behauptungen üblicherweise der Überprüfung nicht standhalten. Männer, die sich selbst als ambisexuell bezeichnen, sind dann doch meistens homosexuell.

Diese Linie zwischen "Frau" und "Mann" nennt man das "homoheterosexuelle Kontinuum". Es beschreibt den fliessenden Übergang von der Heterosexualität in die Homosexualität.

Grundsätzlich gilt: die sexuelle Praktik wird mit zunehmendem Alter immer mehr dem bevorzugten Geschlecht entsprechen, ganz unabhängig davon, in welcher sexuellen Orientierung sich der Mann selbst beheimatet sieht."

Echt "bisexuelle" Männer nennt man in der Sexualmedizin "ambisexuell". Sie sind aber seriösen Forschungen nach so selten, dass es sie fast gar nicht gibt.

Das Ergebnis meiner Nachforschungen
Laien verwechseln Bisexualität mit Ambisexualität. Ich behalte diese unkorrekte Nomenklatur bei um nicht noch mehr Verwirrung zu stiften.

Zweifelsfrei stimmt die Häufigkeit selbst definierter Bisexualität nicht mit der Realität überein. Seriöse Forschungen haben ergeben, dass die im gleichen Ausmass auf Männer und Frauen gerichtete sexuelle Orientierung in dieser Form eine extreme Rarität ist, so selten, dass man sie vernachlässigen kann.

Laien verwechseln sexuelle Orientierung mit sexueller Praktik. Sie glauben, dass sie heterosexuell sind, wenn sie mit einer Frau geschlafen haben und dass sie homosexuell sind, wenn sie mit einem Mann Sex gemacht haben, obwohl die sexuelle Praktik mit der Orientierung nicht übereinstimmen muss. Weil aber das Wort "homosexuell" negativ besetzt ist, bezeichnen sie sich lieber als "bisexuell".

"Bisexualität" ist eine Umschreibung für die Homosexualität derjenigen Männer, die nicht homosexuell sein wollen und schon mit wenigstens einer Frau sexuelle Kontakte gehabt haben. Die sich als "bisexuell" bezeichnenden Männer tun dies, um ihre Homosexualität leichter verträglich zu machen. Hauptsächlich für sich selbst.

Bisexualität steht somit im Widerspruch zur Ambisexualität.

 
 
 
ES IST MIR WICHTIG DARAUF HIN ZU WEISEN, DASS ICH ALS AUTOR DIESER WEBSITE UNABHÄNGIG BIN. DIESE WEBSITE IST VON NIEMANDEM GESPONSERT ODER UNTERSTÜTZT, SIE FINANZIERT SICH AUS MEINER TÄTIGKEIT ALS ARZT UND DIEJENIGEN PATIENTEN, DIE ÜBER DIESE HOMEPAGE DEN WEG IN MEINE PRAXIS FINDEN. SIE WERDEN DAHER AUCH KEINERLEI WERBUNG ODER POP-UP`s FINDEN. ES GIBT KEINE VERPFLICHTUNG ZUR RÜCKSICHTNAHME AUF DRITTE, ZUM BEISPIEL PHARMAFIRMEN ODER ANDERE POTENZIELLE GELDGEBER. ICH FÜHLE MICH DER WISSENSCHAFT VERPFLICHTET UND MEINEM GEWISSEN.