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Coming-Out

Coming Out als Voraussetzung für Lebensglück
Unter dem "Coming-Out", dem "Herauskommen" versteht man das "Sicheingestehen" der eigenen (andersartigen) sexuellen Orientierung. Männer, die auf Frauen stehen, haben kein Coming-Out, denn das ist ja normal, ist selbstverständlich.

Ein "Coming-Out" ist also definitionsgemäß gebunden an das Anderssein, das sich aus der Heteronormativität definiert. Mit dem Coming-Out ist das Selbsteingeständnis der eigenen Homosexualität verbunden, es hat nichts mit deren Publikation, dem Öffentlichmachen ("Outing") zu tun. Es genügt, wenn man mit sich selbst im Reinen ist.

In der Sexualmedizin spricht man hier vom Erreichen der "Ebene der Selbstdefinition". Wenn ein Mann sich selbst als schwul erkennt, sich selbst definiert, hat er sein Coming-Out.

Diese Selbsterkenntnis ist für das eigene Glück von eminenter Bedeutung. Nur ein Mann, der seine eigene sexuelle Orientierung wahrnimmt und akzeptiert, kann "seine" Sexualität leben und auch Beziehungen eingehen.

Beziehung sind wichtig für das Lebensglück, vielleicht sogar das allerwichtigste überhaupt.

"Coming-Out als Voraussetzung für Beziehungsglück und in weiterer Folge für das Lebensglück" - dies beschreibt wohl am einfachsten die Wichtigkeit eines Coming-Outs für homosexuelle Männer.

Fehlendes Coming-Out macht krank
Ein fehlendes Coming-Out bedeutet Selbstverleugnung. Der Mann, der längst gemerkt haben muss, dass ihm Männer besser gefallen als ihm lieb ist, merkt zwar seine sexuelle Orientierung, es gibt aber Gründe, die ihm das Eingestehen vermeintlich verbieten.

Er will nicht schwul sein, ergo dessen ist er es nicht.

Wie auch immer -  die Leugnung der wahren sexuellen Orientierung führt zu selbst verordneter Asexualität oder zu Sex mit dem weniger begehrten Geschlecht. Beides macht unglücklich, einmal durch den Verzicht auf Liebe und Zärtlichkeit, im anderen Fall durch einen daraus entstehenden Konflikt zwischen Wahrheit und Lüge.

Doch nicht nur Männer werden unglücklich, auch deren Frauen, die sehr schnell merken (müssen), dass hier etwas nicht stimmt. Ein homosexueller Mann, der sich im Sex mit einer Frau versucht, entbehrt der Leidenschaft, die sich eine Frau verdient hätte.

Coming Out als Zeit der Verletzlichkeit
Üblicherweise spielt sich das Coming-out in der Pubertät ab oder in einer Zeit der frühen Jugend, in der Männer wenig gefestigt sind und der sicheren, verlässlichen Unterstützung durch erwachsenen Förderer bedürfen.

Die wenigsten Menschen können sich vorstellen, wie belastend die Erkenntis des eigenen Andersseins für einen jungen Mann sein kann. Die Angst "so" nicht geliebt zu werden oder gar liebenswert zu sein, die Furcht vor der Stigmatisierung als Perverser führt nicht selten zu cognitiver Verzerrung (Fehrleinschätzung)oder Panikreaktionen.

Bild: das Coming-Out ist eine heikle Phase im Leben eines schwulen mannes. © Gina Sanders - Fotolia.com

Nicht selten werden gerade junge Homosexulle von Gleihaltrigen gemobbt und aus der Clique ausgeschlossen. Fehlt dann noch der Rückhalt in der Familie, kommt es zu falschen Reaktionen von Seiten der Eltern, denen jedes Kind zu gefallen versucht, sind Kurzschlusshandlungen nicht ausgeschlossen.

Die Phase des Coming-Out ist daher bekannt als ein sehr verletzlicher Lebensabschnitt. Depression, Soziophobie (Angst vor sozialen Kontakten), Isolation und Selbstmord sind nicht selten die verheerenden Auswirkungen. Wie oft wird wohl verheimlichte Homosexualität der Anlass für den Selbstmord eines Jungen sein, an dessen offenem Grab man sich Gedanken macht über den wahren Grund, ohne das wahre Motiv für die Verzweiflungstat je erkennen zu wollen oder können.

Ich appelliere an betroffenen Jugendliche für die Bewältigung der sich mit einem Coming-Out ergebenden Fragen professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Die Eltern sind wegen ihrer psychischen Verstrickung sehr häufig nicht die richtigen Ansprechpartner, Freunden fehlt es an Fachkenntnis und Lebenserfahrung.

Fragen?
georg.pfau@me.com oder +43 699 1788 70 50.

Coming-Out und Eltern
Eltern spielen im Leben eines jeden Menschen - unabhängig von der sexuellen Orientierung - eine dominierende Rolle. Der Vater, das gleichgeschlechtliche Vorbild, der "Mann der ersten Stunde". Er ist der Fels in der Brandung, der Rückhalt in schwierigen Zeiten, er gibt dem heranwachsenden Jüngling die Kraft, sich zu entwickeln, die Energie zu tanken, die er braucht um als Mann in dieser Welt zu bestehen.

Kein Mensch ist je so wichtig gewesen oder wird je so wichtig sein wie die Mutter. Die halberotische Beziehung von Söhnen zu ihren Müttern (oder eher von Müttern zu ihren Söhnen?) ist ein klassisches Thema, die "Ödipus-Verstrickung" hat schon viele hervorragende Wissenschafter beschäftigt, nicht zuletzt Siegmund Freud, den berühmten österreichischen Sexualmediziner, dessen wahre Größe in seiner Heimat erst posthum erkannt wurde. Er musste im Ausland sterben, weil er "anders" war, keineswegs homosexuell, "anders" lediglich in seinem Glauben. Ein österreichisches Schicksal.

Kinder wollen ihren Eltern gefallen, sie wollen sie nicht enttäuschen. Das "Enttäusch-mich-nicht" der Mutter ist ein weiterer Klassiker im Leben eines jeden heranwachsenden Mannes.

Eltern neigen dazu, ihre Kinder nach den eigenen Wertvorstellungen zu beurteilen. Homosexualität gehört hier nicht dazu. Welche Mutter eines kleinen Jungen setzt sich schon damit auseinder, dass ihr Sohn mit einer Wahrscheinlichkeit von 10% statt einer Frau einen Mann lieben wird. Nein, nein, soweit sind wir noch nicht. Und jawohl !, es gibt Homosexuelle, irgendwo, aber nicht bei uns, nicht in dieser Familie. Und wenn doch?

Jeder homosexuelle Mann hat Eltern, deren Wohlwollen er sich erträumt. Gerade schwule Jungs brauchen das Wohlwollen ihrer Eltern, nicht bloss deren Toleranz, eher schon deren Akzeptanz, am meisten aber deren wertfreie Liebe.

Liebe definiert sich durch Bedingungslosigkeit, keine Liebe aber ist so bedingungslos wie die der Eltern. Liebende Eltern halten zu ihren Söhnen...egal, was passiert! Sie werden ihren Söhnen Rückhalt geben, keinen Zweifel daran lassen, dass sie sie lieben und immer lieben werden...und dass eine bestimte sexuelle Orentierung nicht in der Lage wäre, das Verhältnis zueinander zu verändern.

Es ist nicht Liebe, Kindern nach eigenen Wertvorstellungen zu beurteilen, viel mehr ist das Egoismus.

Wahre Liebe ist Toleranz und Akzeptanz.

Wahre Liebe unterscheidet nicht zwischen Homo- und Heterosexualtät. Das ist das Gegenteil von wahrer Liebe.

Fragen? mailto:georg.pfau@me.com

Coming-Out und Job
Der "Job" ist ein weiterer Vorwand, das Coming-Out eines Mannes als Homosexueller zu verhindern. Wenn schon den Freunden oder gar der eigenen Familie zugetraut werden kann mit dieser "Besonderheit" umzugehen, in der Firma darf "das" keinesfalls publik werden. Alleine die Vorstellung der fragenden oder gar suffisanten Blicke des Chefs führen das ganze Vorhaben eines Outings ad absurdum. Die Karriere wäre zu Ende, eine Kündigung nicht ausgeschlossen, der soziale Abstieg programmiert.

Zugegeben, in manchen Fällen kann das Wissen um die Homosexualität eines Mannes dessen Karriere abrupt beenden, doch "Coming-Out" hat nicht grundsätzlich mit der Publikation einer sexuellen Orientierung zu tun. We schon beschrieben, das "Coming-Out" beschreibt die Selbsterkenntnis, es hat nichts zu tun mit einem "Outing".

Doch kann man nicht verschweigen, dass das Coming-Out sehr häufig der Beginn eines ungewollten Outings ist. Der Mann, der schwul lebt wird wohl kaum verhindert können, dass sich die nachbarn Gedanken machen. Doch, Hand aufs Herz, ist das wirklich so schlimm?

Der Verzicht auf ein Coming-Out kann einen Mann unglücklich machen. Die Sexualmedizin lehrt, dass "Beziehungslosigkeit krank macht und ohne Sexualität eine Beziehung kaum glücklich verlaufen kann". Und spätestens jetzt stellt sich die Frage was mehr wiegt,  das Lebensglück oder der Konsens in der Firma?

Wie auch immer, kein Job darf den Verzicht auf das Privatleben bedeuten....sehr wohl kann es passieren, dass des Privatlebens wegen auf einen Arbeitsplatz verzichtet werden muss.

Und "mit dem Kopf durch die Wand" zu gehen, ist noch niemandem gut bekommen.

Ich kenne die Realität. Einerseits das gesetzlich verankerte Recht auf "Gleichbehandlung", andererseits eben die Realität. So sehr der Kampf um Akzeptanz ein berechtigtes Anliegen ist, empfehle ich den ratsuchenden Männern, das eigene Glück höher zu bewerten als die "Gerechtigkeit", die es nicht gibt und auch niemals geben wird.

Es gibt Berufe, in denen schwule Männer gesucht und geschätzt sind. Es erweitert die persönliche Freiheit, sich in einem solchen Beruf zu engagieren und nicht in einem Unternehmen, das sich Homophobie auf die Fahnen geheftet hat. Ich nenne sowas "Lebensfähigkeit"!

Anderer Meinung? mailto:georg.pfau@me.com

Coming-Out-Sprechstunde
Das Coming-Out als sensible Phase im Leben eines schwulen Mannes haben wir nun ausführlich besprochen. Ich hoffe, dass alleine das Bewusstsein, dass es Anderen auch "so" geht, manchem (jungen) Mann weiterhilft und ihn im eingeschlagenen Weg bestärkt.

Die Auseinandersetzung mit der eigenen sexuellen Orientierung heisst keineswegs, dass die Homosexualität gesichert ist. Es ist nicht die Aufgabe eines Sexualmediziners, eine bestimmte sexuelle Ortientierung zuzuteilen, ganz im Gegenteil - das wäre sogar ein grober (Kunst)-Fehler, es ist lediglich meine Aufgabe Argumente zu hinterfragen. Manch junger Mann kommt in diese Praxis und verlässt sie als Heterosexueller, manch einer kommt und fühlt sich in seiner Androphilie (=> siehe Index!) bestärkt.  

Sollten Sie sich unsicher sein, Fragen haben oder einfach einmal "reden" wollen, stehe ich als Sexualmediziner gerne zur Verfügung.

Schreiben Sie mir oder rufen Sie mich an. Keine Angst!: Diskretion ist Ehrensache und gesetzlich garantiert...!  

mailto: georg.pfau@me.com

Phon: +43 699 1788 70 50

 
 
 
ES IST MIR WICHTIG DARAUF HIN ZU WEISEN, DASS ICH ALS AUTOR DIESER WEBSITE UNABHÄNGIG BIN. DIESE WEBSITE IST VON NIEMANDEM GESPONSERT ODER UNTERSTÜTZT, SIE FINANZIERT SICH AUS MEINER TÄTIGKEIT ALS ARZT UND DIEJENIGEN PATIENTEN, DIE ÜBER DIESE HOMEPAGE DEN WEG IN MEINE PRAXIS FINDEN. SIE WERDEN DAHER AUCH KEINERLEI WERBUNG ODER POP-UP`s FINDEN. ES GIBT KEINE VERPFLICHTUNG ZUR RÜCKSICHTNAHME AUF DRITTE, ZUM BEISPIEL PHARMAFIRMEN ODER ANDERE POTENZIELLE GELDGEBER. ICH FÜHLE MICH DER WISSENSCHAFT VERPFLICHTET UND MEINEM GEWISSEN.