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Dating im world wide web

Wie für alle Belange des täglichen Lebens gilt auch für das Internet: es ist Segen und Fluch zugleich. Es handelt sich hier um ein Medium, zu dem sich jeder Zutritt verschaffen kann, und zwar nicht nur als Leser, sondern auch als Autor. Dies ist neu, es gilt jedenfalls nicht für Zeitungen, Radio oder Fernsehen.
Die Beurteilung der Seriosität von Medien muss in einer Zeit der Quoten und der Auflagenstärken generell sehr pessimistisch beurteilt werden. Die Wahrheit wird gebogen und es wird betrogen in einer fast schon unverschämten Weise und das gilt ganz besonders für das www.
Dies sollte man niemals außer Acht lassen, denn der Wahrheitsgehalt von Internetseiten lässt häufig zu wünschen übrig. Die Anonymität des Mediums verschafft auch Autoren ein Forum, die im realen Leben kaum Chancen hätten, gehört zu werden.
Dating im Internet ist bei homosexuellen Männern weit verbreitet. Die eben erst angeprangerte Anonymität ist genau der Grund für den Erfolg. Sie verhilft einer immer noch stigmatisierten Bevölkerungsgruppe, ihr Leben zu gestalten, Beziehungen zu finden und somit glücklich zu werden.

© Yuri Arcurs - Fotolia.com

 

Bedeutung des online-datings für schwule Männer
Das Knüpfen von Kontakten zwischen homosexuellen Männern ist nicht für jeden so einfach, wie es sein könnte oder sollte. Es ist selbstverständlich, dass „offen schwul lebende“ Männer sich dabei leichter tun als solche, die nicht das Selbstbewusstsein haben, sich zu outen. Doch nicht jeder Mann kann oder möchte seinen privaten Lebensstil öffentlich machen. Familiäre Bedingungen, der Einfluss der Religion, anerzogene Wertemuster und noch viele andere Faktoren bestimmen letztendlich, wie offen ein Mann mit seiner „besonderen“ sexuellen Orientierung umgeht. Natürlich ist es dem Einzelnen zu überlassen, wie er sein Leben gestaltet, schließlich ist schon sprichwörtlich „jeder Mann seines Glückes Schmid“, doch gegenüber straighten Männern bleiben die größeren Hürden zum Lebensglück bei den schwulen Männern.

In der schwulen Szene gilt grundsätzlich für jede Form des Datings: je eher es gelingt, Kontaktsuchenden Diskretion zu gewähren, desto eher wird jemand bereit sein, sein Glück zu versuchen. Und in welchem Medium ist die Diskretion eines kontaktsuchenden Mannes sicherer gewährleistet als im Internet. Dies ist zweifelsfrei ein Verdienst des wwWebs, das alle Nachteile überwiegt. Jeder Mann kann, ohne seine Identität preiszugeben eine Kontaktanzeige aufgeben.
Vorbei sind die Zeiten, in denen man auf komplizierte Art und Weise postlagernde Briefe unter den süffisanten Blicken eines Postlers abholen musste, vorbei sind auch die Zeiten, in denen man einen damals noch kompromittierenden Annoncentext der Schreibkraft einer Tageszeitung diktieren musste.
Jetzt geht das ganz einfach. Ein Account ist schnell eröffnet und ein Text schnell geschrieben. Um souverän zu bleiben, bedarf es nun der ausreichenden Portion an Gelassenheit. Denn nirgends wird soviel gelogen, wie in Foren, in denen sich schwule Männer als der gesuchte Traumprinz ausgeben.

Enttäuschungen sind die Folge zu hoch gesteckter Erwartungen
Wie immer liegt der Schlüssel zum Erfolg in einer Portion Gelassenheit und der Vermeidung überzogener Erwartungen. Der Grund für das entnervte Scheitern ist nicht das Internet, sondern der falsche Umgang damit. Rechnen Sie einfach damit, dass nicht alle Menschen in der Lage sind, Wahrheit von Lüge zu trennen, Männer am allerwenigsten. Das „Mehr Scheinen Als Sein“  ist schließlich auch Bestandteil des männlichen Balzverhaltens.
Die meisten Lügen beziehen sich erwartungsgemäß auf das äußere Erscheinungsbild, Photos sind nicht mehr aktuell oder werden digital nachbearbeitet. Die Hitliste der Lügen aber führt das Körpergewicht an. Das Schweizer Internetunternehmen Logitech hat herausgefunden, dass sich 58% der Singles nach dem ersten Date getäuscht fühlen (Quelle: „Die Welt“ vom 14. Feb. 2009; Seite W4).

Wenn man sich also in den Dschungel des Webs begibt, sollte man sich einige Dinge klarmachen.

1. Das Leben geht weiter. Das Ausmalen der kühnsten Vorstellungen des bevorstehenden Lebensglückes kann ja momentan durchaus beflügelnd wirken, führt aber zu herben Enttäuschungen. Am besten, man macht sich nichts vor und lässt sich überraschen, wer sich da so meldet.
2. Der Anteil von Spinnern und Freaks ist überproportional. Rechnen Sie mit allem, was Sie sich in Ihren kühnsten Phantasien ausmalen können. Viele Männer geben sich mit Notlügen nicht zufrieden, sie verändern ihr Erscheinungsbild in das diametrale Gegenteil, nur um einmal in den Genuss zu kommen, begehrt zu sein. Happy End ist in solchen Fällen ausgeschlossen.
3. Schützen Sie ihre Identität so lange Sie es für erforderlich halten. Man muss nicht gleich mit allen Details herausrücken, denn – noch – wissen Sie nicht, wer am anderen Ende der Leitung sitzt.
4. Allzu freizügiges Auftreten könnte gegen Sie verwendet werden, vor allem wenn  Sie ein öffentliches Amt bekleiden oder später mal bekleiden wollen. Denken Sie an Ihre spätere Karriere bevor Sie „nackte Tatsachen“ ins Netzt stellen. So was könnte man später bitter bereuen. Die meisten schwulen Kontaktforen werden wegen der öffentlichen Darstellung von sexuellen Szenen von der Rechtssprechung als pornographisch eingestuft, dafür gibt es bereits höchstgerichtliche Entscheidungen. Das könnte Sie kompromittieren, wenn Sie sich für ein öffentliches Amt bewerben. Lehrer, Erzieher, Ärzte, Priester usw. sollten das bedenken.

Der Lösungsansatz
Natürlich gibt es nicht das Patentrezept gegen Enttäuschungen. Doch jedermann kann seine eigene Strategie entwerfen, mit der er die besten Chancen hat, ans Ziel zu kommen.

1. Festlegen des Zieles für den Account: möglichst viele Messages zu erhalten ist ein schlechtes Ziel, es macht selten zufrieden. Deklarieren Sie sich, schreiben Sie Ihre Wünsche und Anforderungen nieder, das wirkt Wunder. Ein ernst gemeinter Kontakt ist besser als viele Fakes.
2. Machen Sie sich klar, dass es auch im Internet eines Quantums Glück bedarf, den Traumprinzen zu finden. Bleiben Sie gelassen, geben Sie sich Zeit, jedes Zwangsverhalten führt zu Misserfolgen. Gewisse Dinge werden immer unwahrscheinlicher, je mehr versucht wird, sie herbei zu zwingen.
3. Seien Sie geizig mit Photos. Und wenn schon, verschicken Sie ganz unverfängliche Pics, die man von irgendwo anders auch hätte haben können. Vor der Versendung von Nacktpics oder gar erotischer Bilder rate ich generell ab. Stellen Sie sich vor, der unbekannte Chatpartner sähe einen Grund, Sie für eine Verschmähung zu bestrafen und kommt dabei auf die Idee, sich Ihres Sexpics zu bedienen. Und außerdem: gewisse Dinge können Sie sich für das erste Realdate aufbehalten, das erhöht die Spannung und das Knistern.
4. Bleiben Sie seriös. Nichts ist peinlicher, als beim ersten Date nicht halten zu können, was man versprochen hat....!

© Dr. Georg Pfau 2009

 
 
 
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