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Wie kann man sich schützen?

 

 

Ein 100%-iger Schutz gegen STD`s würde den Verzicht auf Sex bedeuten, das ist aber natürlich keine Option. Wir Sexualmediziner halten Sexualität für eine wichtige Form des Ausdruckes der eigenen Persönlichkeit und der Kommunikation mit anderen Männern. Es ist wohl die intimste Form der Kommunikation, auf sie zu verzichten schmälert die Chancen auf eine glückliche Beziehung, und Beziehungslosigkeit macht krank. So gesehen, kann auch  der Verzicht auf Sex krank machen.

Es gibt aber konkrete Maßnahmen, die eine Infektion mit STD`s weniger wahrscheinlich machen. Die Infektion mit dem HI-Virus lässt sich sogar minimieren.

Diese Regeln nennt man die "Regeln des SaferSex".

Maßnahme 1: die treue Beziehung.

Es stimmt nicht, dass manche schwule Männer Sex mit ganzen Heerscharen von Männer brauchen. Weite Kreise der Community machen diesbezüglich eine Not aus der Tugend, dabei ist diese Form von  „Don Juanismus“ Ausdruck eines fehlenden Selbstwertes, möglicherweise als Folge des lebenslangen Kampfes um Akzeptanz. Schwule Mäner versuchen ihre Probleme innerhalb und mit der Gesellschaft durch eine große Anzahl an Sexualpartnern wett zu machen.

Doch je größer die Zahl der Sexualpartner desto größer die Gefahr für Infektionskrankheiten. Daher sollte man die Option in Erwägung ziehen, es auch einmal beim Flirten zu belassen…oder noch besser: mit fremden Männern gibt es lediglich ein eingeschränktes Programm an Sexualität. Das halte ich auch für eine zumutbare Konsequenz.

 

 

 

 

Bild: das Kondom ist das zentrale Thema des SaferSex, aber nicht das einzige. © Cyril Comtat - Fotolia.com

 

 


Maßnahme 2: Safer Sex.
Wie allgemein bekannt, ist die Gefahr durch Sex Infektionen zu übertragen von der Praxis der geübten Sexualität abhängig. Sie kann aber bei keiner Form von Sexualverkehr gänzlich ausgeschlossen werden, vorausgesetzt einer der beiden Partner ist infiziert. Weil das aber niemand so genau weiß, gibt es Reglements, die das Risiko der Übertragung zu minimieren versuchen.

Man nennt dies die Regeln des Safer Sex

1. Nehmen Sie den auserwählten Sexpartner in seine Verantwortung.
Ist die Lust auch noch so groß gebietet die Vernunft, mit dem auserwählten Sexpartner einige Worte zu sprechen.  Dies erhöht das Verantwortungsbewusstsein und macht ein gedankenloses Vorgehen unwahrscheinlicher. Verbalisieren Sie ihren Wunsch „gesund“ bleiben zu wollen, fragen sie „ihn“, ob er „clean“ sei und wie alt denn der letzte HIV-Test wäre. Sicher, das ist abturnend, schützt aber vor großen Risken. Darkrooms und ONE`s sind gefährlich, da anonym!

2. Begutachtung des Partners.
Bevor Sie mit einem fremden Mann ins Bett gehen, sollte man ihn sich ansehen. Auch medizinisch ungeschulte Männer können durchaus Krankheitssymptome erkennen. Ausfluss aus der Harnröhre, blutende Wunden oder Wucherungen im Bereich der Genitalien oder am After sind nicht zu übersehen, Lymphdrüsenschwellungen z.B. in der Leiste kann man tasten. Die lustvole Exploration des Körpers dient auch der Minimierung von Risken.

Sex in Darkrooms lässt eine Begutachtung des Partners nicht zu. Er ist gefährlich und daher zu unterlassen.


3. Festlegen der Sexualpraktik
Ich rate dazu, sich auf gewisse Sexualpraktiken festzulegen. Je unbekannter ein Partner ist, desto weniger wird gemacht. Bei gänzlich fremden Partnern, die zu schnellem Sex bereit sind, muss angenommen werden, dass sie schon über reiche Erfahrungen verfügt und auch mit anderen Partnern schnell mal Sex haben oder gehabt haben. Lassen Sie sich in solchen Fällen nicht penetrieren, kein passiver Analsex, kein passiver Oralsex! Schwuler Sex hat viele Facetten, mit einigen kann man auch ohne jede Gefahr lustvolle Erlebnisse haben. Und aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Sollte sich eine Freundschaft ergeben, kann ja alles nachgeholt werden.

4. Kondome
Sollte es dennoch zur Penetration kommen, ist ein Kondom unerlässlich. Kondome müssen für Analsex gemacht worden sein, dürfen das Ablaufdatum nicht überschritten haben und müssen richtig gelagert worden sein. Das Anlegen eines Kondoms erfordert Übung.

5. Küssen
Angeblich ist Küssen bezüglich dem HIV safe, für andere STD`s definitiv unsafe! Mit 100%iger Sicherheit kann das aber niemand sagen, denn auch im Speichel infizierter Männer gibt es Viren oder andere Mikroorganismen. Küssen ist sehr intim, ist daher für einen Erstkontakt mit einem fremden Partner nur bedingt geeignet.

6. Oralsex
Mit Oralsex können Infektionskrankheiten übertragen werden. Sowohl in die eine, aber auch in die andere Richtung, selbst wenn es nicht zur Ejakulation kommt (die aber bei unbekannten Partnern schwer abzusehen ist). Ich rate bei fremden Partnern auf diese Praxis zu verzichten oder auch hier ein Kondom zu verwenden.

Der Ordnung halber möchte ich hinzufügen, dass in der Meinung mancher  Fachleute beim Oralsex ohne Ejakulation wenig passieren kann. Wenig ist aber nicht nichts. Die Übertragung des HIV ist unwahrscheionlich (solange keine Ejakulation stattfindet!), die Übertagung anderer STD´s aber sehr wahrscheinlich.

7. Regelmäßig Untersuchung!
Zu guter Letzt empfiehlt es sich, sich regelmäßig von einem Arzt mit Insiderwissen untersuchen zu lassen. Dazu Näheres im nächsten Kapitel!

Maßnahme 3: Impfungen. Gegen manche STD`s kann man sich impfen lassen. Zum Beispiel gegen Hepatitis B. Dass so eine Impfung auch die Infektionsgefahr mit HIV  vermindert, sei nur am Rande erwähnt.

Wichtig ist, nach erfolgter Immunisierung gegen Hepatitis einen Antikörpertest durchführen zu lassen! Erst dann weiß mann, ob die Impfung auch wirksam war.

Es gibt auch eine Impfung gegen HPV, das sind die Viren, die sehr lästige Feigwarzen verursachen. Derzeit ist die Impfung aber nur für sehr junge Männer, die noch nie Sex hatten, zugelassen. Wegen Vorwürfen gegen das Impfpräparat, es würde schlecht verträglich sein, verabreiche ich diese Impfung derzeit nicht.

Gegen HIV, Syphilis, Gonorrhoe gibt es derzeit noch  keine Impfungen.

 

BAREBACKING ist das Gegenteil von "Safer Sex"
Barebacking ist das Gegenteil von "Safer Sex" und immer noch die häufigste Art der Übertragung von HIV. Eigentlich unglaublich, sollte mann sich denken, denn nichts ist einfacher als ein Condom überzustreifen...doch offenbar sehen das viele Männer anders. Ich wäre schon froh, würde man die Männer endlich dazu bringen, ein Kondom zu verwenden, die Anzahl der Neuinfektionen könnte man dadurch drastisch senken.

Meist ist Barebacking die Folge von Unbekümmertheit, einer gewissen Non-Chalance, die ja in machen Kreisen als chic gilt, manche machen aus Barebacking sogar eine Art "Weltanschaung": man fühle sich seiner Freiheit beraubt, als ein Mensch zweiter Klasse, weil man "gezwungen werde", sich dem Regelement des Safer Sex zu unterwerfen.

Wie unsinnig all diese Argumente sind, liegt auf der Hand. Barebacking bleibt "Russisches Roulette", so als würde man bei Rot über die Kreuzung fahren.

 
 
 
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