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Was ist eine sexuelle Störung?

© Andrei vishnyakov - Fotolia.com

 

Wir Sexualmediziner haben ja einen sehr weit gefassten Begriff von Sexualität und daher gibt es auch ein großes Spektrum an sexuellen Störungen.

Ganz allgemein könnte man eine "sexuelle Störung" als ein Defizit sehen, das Sexualität stört oder beeinträchtigt oder stören oder beeinträchtigen kann.

Laien würden bei einer solchen Definition sofort an Erektionsstörungen denken, oder vielleicht noch an den vorzeitigen Orgasmus, und das ist auch richtig so...doch weil das wichtigste Sexualorgan für Männer und Frauen das Gehirn ist, sind die meisten sexuellen Störungen auch dort angesiedelt.  Die Geschlechtsorgane sind eigentlich nur die Tools, mit denen das umgesetzt wird, was im Kopf vorgeht. Das Gehirn ist ein hochkompliziertes Organ und die Spielarten der dort angesiedelten Störungen sind so bunt wie die Menschen selbst. Die allermeisten sexuellen Störungen - sicher mehr als 90% -  sind daher psychosomatisch bedingt. Die Lösung für sexuelle Störungen besteht selen inder Verordnung von Tabletten, sondern in einer Sexualtherapie, das ist eine auf Sexualität focusierte Psychotherapie unter Einbeziehung des Partners.

Die Definition von sexuellen Störungen hat auch eine gesellschaftspolitische Dimension. So wurde Homosexualität bis vor wenigen Jahren als "sexuelle Störung" - eigentlich sogar als kriminelles Delikt - betrachtet, heute ist nicht mehr die Homosexualität selbst eine sexuelle Störung, sie kann allenfalls - hervorgerufen durch die gesellschaftliche Stigmatisiierung - zu Störungen führen.

Und der Unterschied zu str8en Männern?
Der einzige Unterschied zwischen schwulen und heterosexuellen Männern im Bezug auf sexuelle Störungen besteht darin, dass die Sexualität der homosexuellen Männer stigmatisiert ist. Genau diese Stigmatisierung kann zu psychischen Störungen führen.

Die andersartige sexuelle Orientierung per se ist keine Krankheit (mehr) und sie macht auch nicht krank, der Umgang der Gesellschaft mit ihr stellt das eigentlich krankmachende Potenzial dar.

Alle anderen sexuellen Störungen in der langen Liste von Herrn Ahlers (Berlin) trifft für alle Männer zu. Schwule Männer können genauso Erektionsstörungen haben wie str8e, und schwule Männer sind auch nicht öfter delinquent wie ihre gynäphilen Geschlechtsgenossen.

De facto besteht also kein Unterschied in der Inzidenz und der Therapie sexueller Störungen zwischen androphilen und gynäphilen Männern.

DAS SPEKTRUM DER SEXUELLEN STÖRUNGEN (nach AHLERS)
Herr Ahlers von der Deutschen Akademie für Sexualmedizin hat das "Spektrum der sexuellen Störungen" in 6 Hauptpunkten zusammengefasst. Nicht alle sind für homosexuelle Männer relevant, vor allem diejenigen nicht, die sich auf Frauen beziehen. Übersichtsmäßig greife ich die wichtigsten Gruppen heraus.

1.     Störungen der sexuellen Funktionen
1.1      Störungen des sexuellen Verlangens
1.1.1  Gesteigertes sexuelles Verlangen
1.1.2  Vermindertes sexuelles Verlangen
1.1.3  Sexuelle Aversion
1.2.    Störungen der sexuellen Erregung
1.2.1  Ausbleibende Penisversteifung (Erektionsstörung)
1.2.2  Ausbleibende Scheidenfeuchtigkeit (Lubrifikationsstörung)
1.3     Störungen des sexuellen Erregungshöhepunktes
1.3.1  Vorzeitiger Orgasmus
1.3.2  Verzögerter Orgasmus
1.3.3. Ausbleibender Orgasmus (Anorgasmie)
1.4       Störungen durch sexuell bedingte Schmerzen
1.4.1   Scheidenkrampf bei sexueller Stimulation (Vaginismus)
1.4.2   Schmerzen bei sexueller Stimulation (Dyspareunie)
1.5      Störungen der sexuellen Befriedigung und Entspannung
1.5.1   Anspannungsgefühl trotz Orgasmuserlebens
1.5.2   Anspannungsgefühl ohne Orgasmuserleben


2.           Störungen der sexuellen Entwicklung
2.1       Störungen der sexuellen Reifung
2.2       Störungen der sexuellen Orientierung
2.3       Störungen der sexuellen Identität
2.4       Störungen der sexuellen Beziehung


3.            Störungen der Geschlechtsidentität
3.1       Störungen der Geschlechtsidentität im Kindesalter
3.2       Nicht transsexuelle Störungen der Geschlechtsidentität
3.3       Transsexuelle Störung der Geschlechtsidentität (Transsexualität)
3.4       Transvestität (unter Beibehaltung beider Geschlechtsrollen)

4.            Störungen der sexuellen Fortpflanzung
4.1        Praekonzeptionelle Störungen
4.1.1      Unerfüllter Kinderwunsch/chronische Infertilität
4.1.2.     Eingebildete Schwangerschaft
4.2       Pränatale Störungen
4.2.1      negierte/verdrängte Schwangerschaft
4.2.2      unbemerkt (nicht bewusst wahrgenommen)
4.2.3      verheimlicht (bewusst wahrgenommen)
4.2.4      serielle Aborte
4.3     Postnatale Störungen
4.3.1     Kindes-Abstoßung/Kindes-Vernachlässigung/Kindes-Misshandlung
4.3.2     Kindes-Tötung
4.4.    Reproversion
4.4.1     Missbrauch eines Kindes zur „Selbststabilisation“
4.4.2     Missbrauch eines Kindes als „Selbstobjekt“


5.        Störungen der sexuellen Präferenz (Paraphilien)
5.1         Transvestitischer Fetischismus
5.2         Fetischismus
5.3         Masochismus
5.4         Sadismus
5.5         Voyeurismus
5.6         Exhibitionismus
5.7         Frotteurismus
5.8         Toucheurismus
5.9         Pädophilie
5.10         Multiple Störungen der Sexualpräferenz (Polyparaphilie)

6.        Störungen des sexuellen Verhaltens (Dissexualität)
6.1         Sexuell motivierte Beobachtung in Intimsituationen
6.2         Sexuell motivierte (masturbatorische) Genitalpräsentation
6.3         Sexuell motivierte Belästigung/Verfolgung (Stalking)
6.4         Sexuelle motivierte Berührung/Körperkontaktaufnahme
6.5         Sexuell motiviertes Anfassen (Grabschen)
6.6         Sexuell motivierte (orale, vaginale, anale) Penetration
6.7         Sexuell motivierte Tötung

 

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