Wir wissen es nicht sicher...!
Tatsächlich: die Ursachen der Homosexualität des Mannes sind uns noch nicht zur Gänze bekannt.
"...wir wissen es nicht ganz sicher!" müssen wir Sexualmediziner zugestehen, wenn wir gefragt werden, warum denn ein Mann homosexuell sei oder nicht. (Warum er es nicht wäre, wird allerdings selten gefragt..! *g*)
Die Frage nach der Ursache wird meistens nicht von den Männern selbst gestellt, sondern von deren Müttern, sehr (!) selten auch von Vätern.
Mütter denken darüber nach um sich von dem Verdacht reinwaschen zu lassen, "etwas" falsch gemacht zu haben. Väter denken nicht darüber nicht, weil nicht sein kann was nicht sein darf.
Väter interessieren sich nicht für ihre Söhne, sie üben sich in Ingnoranz. So hat man es sie gelehrt. Sie sehen Söhne im Sinne des abrahamitischen Vaterbildes als Befehlsempfänger, als Gefolgschaft, sie interessieren sich für sie allenfalls aus Gründen der Ausweitung der Sippe oder der Übernahme des Familienbetriebes. Schwule Söhne werden sich kaum fortpflanzen, sie suchen ihr Glück auch meistens nicht im elterlichen Betrieb, sondern in exotischeren Formen des Lebensunterhaltes. Die Homosexualität des Sohnes ist für die meisten Väter lediglich ein weiteres Indiz, wie schlecht gelungen der eigene Sohn sei und wie schlecht dessen Mutter diesen Sohn erzogen habe...
Die schwulen Männer beschäftigen sich nur am Rande mit der Ursache für ihre sexuelle Orientierung, sie fühlen sich wohl, sehen keinen Erklärungsbedarf, haben auch keinen Leidensdruck ausser den, "es" den eigenen Verwandten klar zu machen, es gibt daher auch keinen Bedarf nach Ausforschung der Ursachen für diese "Besonderheit".
Andere Männer suchen ja auch nicht nach Begründungen für ihre Vorlieben für Autos oder Fussball. Es ist eben so. Männer wollen Spass und das ist auch deren gutes Recht.
Dennoch gibt es Theorien, die inzwischen sehr konkret sind. Ich habe die wichtigste dieser Theorien unten näher beschrieben.
Die Frage nach der Ursache der Homosexualität ist nur scheinbar von rein akademischen Interesse. Es streiten sich zwar die verschiedenen Wissenschaften um die Wahrheitsfindung, sie tun dies aber aus sehr vordergründigen Motiven, nämlich um den primären Anspruch auf Behandlung, auf Heilung zu erheben.
Die Ursache der Homosexualität oder besser gesagt, das was aktuell als solche zu gelten hat, entscheidet ganz wesentlich über die Lebensbedingungen schwuler Männer. Schon wieder formieren sich Heiler aus den verschiedensten Wisschenschaftbereichen. Die Voraussetzung für Heilung ist aber Krankheit und hier schliesst sich der Kreis. Der, dem es gelingt die Ursache der Homosexualität in seinen (Wissenschafts)-Bereich zu reklamieren, erhebt den Anspruch auf die Therpie. Und das, werte Leser, bringt Geld..- und birgt Gefahren!
Die aus der Psychosoziologie stammende These, Sexualverhalten wäre wie alle anderen Unterschiede zwischen Mann und Frau ausschliesslich anerzogen, ist ebenso falsch wie nicht aus zu rotten. Das muss nicht verwundern, denn welche Wisschenschaft gibt schon gern ein Thema aus der Hand?
Da klingt die sehr fundierte These der angeborenen Homosexualität schon sehr viel weniger dramatisch, denn was angeboren, ist kaum veränderbar.